“Drei Schwestern” in den Münchner Kammerspielen
Vor genau einer Woche schon war ich mit zwei Arbeitskollegen in den Münchner Kammerspielen um das doch relativ bekannte Drama “Drei Schwestern” des 1904 im deutschen Badenweiler gestorbenen russischen Schriftstellers Anton Tschechow zu sehen.
Es handelt von drei Schwestern und deren letztendlich verzweifelten Traum ihr Leben in der russischen Provinz endlich hinter sich zu lassen und wieder nach Moskau ziehen zu können. Dieser Traum bleibt freilich ein Traum und so handelt das Stück nur von Hoffnungen, unglücklichen Enttäuschungen und Langeweile.
Das alles wäre nicht schlimm, denn die Schauspieler wissen zu überzeugen und auch das Bühnenbild ist (trotz Schlichtheit) durchaus gelungen. Anstrengend sind nur die vollen 3 Stunden Spielzeit – die sich mangels Handlung extremst in die Länge ziehen. Sicher hätte eine verkürtzte Inszenierung letztendlich nicht die volle Wirkung erziehlt – denn nur durch die Länge lässt sich wohl die Langeweile in der russischen Provinz überzeugend vermitteln. Andererseits wäre die kürzere Inszenierung für die Zuschauer deutlich angenehmer gewesen, und von der Handlung hätte man auch nichts kürzen müssen.
So kann ich die Vorführung in den Münchner Kammerspielen nicht wirklich empfehlen – sie ist einfach eine volle Stunde zu lang.
