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moneyplex 2006 für Linux im Test

moneyplex 2006Finanzverwaltungen – die zum einen Ordnung ins Finanzchaos bringen und zum Anderen Online-Banking komfortabel gestalten wollen – gibt es eigentlich viele, zumindest für die Windows-Welt.

Für Linux gibt es allerdings zur Zeit nur ein wirklich komfortables Produkt: moneyplex von Matrica. Zwar läuft auch Starmoney von Star Finanz unter Linux – allerdings nur mit Hilfe von Wine und somit nicht nativ.

Vor ein paar Monaten habe ich moneyplex 2006 für Linux für stolze 39,90 Euro bestellt und konnte seitdem die Software auf Ihre Praxistauglichkeit hin überprüfen.

1. Installation und deutsche Umlaute einstellen

Die Installation verläuft problemlos (es muss nur ein Shell-Skript ausgeführt werden) und ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. moneyplex läuft auf allen gängigen Distributionen – und wenn es doch Probleme geben sollte wird auf der moneyplex Homepage darauf hingewiesen bzw. Tipps zur Lösung gegeben.

Probleme hatte ich unter Kubuntu 6.06 (Dapper Drake) allerdings mit der fehlerhaften Darstellung deutscher Umlaute – hier helfen folgende Schritte:

a) Die Datei /var/lib/locales/supported.d/de mit Adminrechten öffnen und folgendes ans Ende hinzufügen: de_DE@euro ISO-8859-15.

b) Die Datei sollte dann wie folgt aussehen:
de_DE.UTF-8 UTF-8
de_DE@euro ISO-8859-15

Das bedeutet dass nun sowohl UTF-8 sowie ISO-8859-15@euro unterstützt werden.

c) Dann mit Adminrechten folgenden Befehl in der Konsole ausführen: dpkg-reconfigure locales. Dabei werden die locale angelegt und verknüpft.

d) Nun muss noch die Datei moneyplex/start angepasst werden. Hier müssen nun die locale-Eintragungen geändert werden, und zwar auf:
export LC_ALL=de_DE.iso885915@euro
export LANG=de_DE.iso885915@euro

e) Moneyplex starten und sich an den Umlauten erfreuen. ;-)

2. Moneyplex im Alltagstest

Wer einen einfachen und komfortablen Überblick über seine Finanzen will / benötigt kommt um eine Finanzverwaltung eigentlich nicht umher.

Online-Banking per Browser funktioniert zwar – ist aber alles anderes als komfortabel. Wer Konten bei verschiedenen Banken hat muss sich mehrmals einloggen und die Daten erscheinen auch getrennt. Anders bei einer Finanzverwaltung: dank dem HBCI-Standard können hier verschiedene Konten zusammen geführt werden – was die Übersichtlichkeit deutlich erhöht. Der Standard unterstützt neben “normalen” Überweisungen übrigens auch Daueraufträge und Lastschriften.

moneyplex 2006 - grafische Auswertungen bringen Übersicht über die FinanzenDas Kontobuch ist der virtuell Kontoauszug - nur besser!Überweisungen lassen sich schneller und komfortabler ausführenGroßansicht einer grafischen Auswertung

Da sich Kontobuchungen beliebigen Kategorien zuweisen lassen, man Daten mehrerer Kontos zusammenführen und man außerdem ein quasi beliebig großes Archiv mit Buchungen haben kann, können schöne und aufschlussreiche grafische Auswertungen erstellt werden: z.B. wie viel Prozent meiner Einnahmen gebe ich für Benzin aus – oder für mein Auto im Allgemeinen (Versicherung + Steuer + Reparaturen + Benzin)? Und wieviel war es im Jahr 2004 – und wie viel 2005?

Praktisch ist auch dass man für die Konten TAN-Listen abspeichern kann – das lästige Ermitteln der nächsten gültigen TAN entfällt so bei Buchungen.

Über die optisch ansprechende Oberfläche lassen sich auch Fonds und Aktien verwalten – die aktuellen Kurse werden dabei über das Internet ermittelt.

Die Bedienung ist dabei grundsätzlich einfach und durchgängig gehalten – nach kurzer Einarbeitung findet man sich ohne Probleme zurecht und kann alle Funktionen nutzen.

Alles in allem ist moneyplex 2006 wirklich zu empfehlen – allerdings nur für Leute die über mehr als ein Konto / Depot verfügen und öfters Überweisungen (oder Umbuchungen innerhalb eigener Konten) durchführen und dabei den Überblick behalten wollen. Und für Linuxusers gibt es eh keine Alternative – was der Qualität von moneyplex aber nicht abträglich ist.

3 Kommentare

  1. #1 Hil

    Umfrage: liest einer von den ehemaligen kommilitonen ( so ein dummes wort…weiÃ? nie wie ich das schreiben soll) einträge dieser natur komplett durch? würd mich echt mal interessieren…ich verstehe nur bahnhof….mal ne andere frage…sollte ich das als nicht-wirtschaftsinformatiker verstehen? oder ist es ok, wenn ich weiterhin keine ahnung von ubuntu kubuntu etc habe? oh gott…und was ist wenn jetzt der schlüssel zu meinem ultimativen glück genau darin liegt….das wäre natürlich pech….naja….aber wozu hat man denn einen freund der sich damit auskennt….dafür versteht er nichts von nmr-spektren oder anachronismen;-), so hält sich das die waage (schon wieder so ein wort….)…

  2. #2 Thomas - http://thomas-matterne.de

    Um meiner natürlichen Arroganz Ausdruck zu verleihen: Wenn ich diesen Artikel durchlesen würde, würde ich ein wenig mehr als nur Bahnhof verstehen. Zumindest noch den Busbahnhof oder Taxistand davor. Aber wie gesagt, wenn …. ;-)

  3. #3 Hil

    …ja also ihr lest das doch auch nicht

Schreib' mir was nettes... ;-)